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24.07.2009 23:39 von Admin2
Millionenkatastrophe Museumsmonster
Optisch eine Zumutung, finanziell ein 10 Mio. € Zuschlag auf den milliardenschweren Schuldenstand und dies als Alleingang des Stiftungschefs hinter dem Rücken von Stadtrat und Bürgern, so lasse sich dieses „Tarnen-und- Täuschen-Kunstwerk“ nach Meinung der Freien Wähler auf den Punkt bringen, so Fraktionsvorsitzender Prof. Dr. Bernd Richter.
Wenn etwas so überflüssig sei wie ein Kropf, dann ist es der vierte Pavillon für das Museum. In Zeiten leerer Kassen und Milliardenschulden wolle sich der Stiftungschef in trautem Einvernehmen mit der Innenministerin ein fatales Denkmal setzen und richte klammheimlich die Baustelle ein.
Die nachdrückliche Ablehnung dieses Projekts durch den Großteil der Bevölkerung wurde mit dieser Nacht-und-Nebel-Aktion mitten in den Sommerferien ausgehebelt. Geradezu absurd sei der Vorschlag, diese gezielte Bürger- und Stadtratstäuschung mit einer professionell gemanagten Verschleierungskampagne rechtfertigen zu wollen. Für die Freien Wähler sei dieses Projekt in der gegenwärtigen Situation indiskutabel. Die Landeshauptstadt habe ausreichende Kunst- und Kulturangebote. Sparsames und sorgsames Wirtschaften sei angesagt. Der Umstand, dass noch vor dem ersten Spatenstich die kalkulierten Baukosten mal eben um 2 Mio. € und damit um 16 % explodierten, sei das Alarmsignal, um mit Volldampf auf die Schulden- und Projektbremse zu treten.
Es würde mich nicht wundern, wenn die Bürgerinnen und Bürger jetzt auf die Barrikaden gingen, um dieses Projekt zu stoppen, weil sie nicht ernst genommen würden. Dafür hätte ich vollstes Verständnis. Zumindest müsse „der Stecker aus diesem unseligen Projekt herausgezogen werden“, so Richter abschließend.